Feuerbestattung

Die Feuerbestattung wird geschichtlich ungefähr 3000 v.Chr. erstmalig erwähnt. Auch im 21. Jahrhundert lehnen unterschiedliche Glaubens- und Religionsgemeinschaften die Feuerbestattung konsequent ab.

 Der Verstorbene wird in der Regel in einen einfachen Kiefer- Krematoriumssarg eingebettet. Auch die Bestattungswäsche bzw. die Bekleidung kann unter diesen Gesichtspunkten einfachsten Ansprüchen genügen.

In den letzten Jahren sind zu den staatlichen Krematorien eine Vielzahl von privatwirtschaftlichen Einrichtungen hinzu gekommen, die aber alle den gesetzlichen Bestimmungen unterliegen. Um den oft kritisierten “Leichentourismus” zu verhindern, empfiehlt sich der Wahl des nächst liegenden Krematoriums, wobei die Dauer bis zum Urnenversand für viele Angehörige von Bedeutung ist.

Im Krematorium erfolgt dann eine 2. Amtsärztliche Leichenschau, wenn der Verstorbene vorher nicht schon gerichtsmedizinisch untersucht wurde.

Die Kremierung dauert im Mittel 2,5 – 3 Std. und wird bei 700 Grad Celsius durchgeführt. Nach der Verbrennung kommen die Knochen in eine sog. Knochenmühle.

Das so entstandene Knochenmehl des Verstorbenen (die umgangssprachliche “Asche”) wird in einer Aschenkapsel aufgefangen, die mit Namen, Geburts- und Sterbedaten sowie dem Kremierungsort versehen und versiegelt wird.

Entsprechend des vom Gesetzgeber vorgeschriebenen “Friedhofszwanges” muss die Aschenkapsel auf einem Friedhof beigesetzt werden (in einigen Bundesländern liegen bereits abweichende Gesetzte oder Gesetzes-Entwürfe vor).

 

 

Formen der Urnenbeisetzung

Urnenbeisetzung in sogenannten Wahlstellen (siehe Erdwahlstellen)

 

 

Anonyme Urnenbeisetzung auf sogenannten Urnengemeinschaftsgrabanlagen ohne namentliche Kennzeichnung

Anonyme Beisetzungen werden in den verschiedenen Bundesländern unterschiedlich durchgeführt. In Berlin dürfen auch bei stillen Beisetzungen, also Beisetzungen ohne Trauerfeier auf anonymen Gemeinschaftsanlagen, Angehörige bei der Bestattung dabei sein. Im Freistaat Bremen z. B. wird die Anwesenheit von Trauergästen bei diesen Beisetzungen regelrecht untersagt. Auch die neuen Bundesländer handeln noch oft nach diesen antiquierten Regeln.

 

 

Urnengemeinschaftsanlagen mit Namenstafeln oder Namensstelen

 

 

Urnenbeisetzung in Urnenwand – Fächern

Einige Friedhöfe bieten zur Urnenbeisetzung sog. Urnenwände an.

Grundsätzlich unterscheiden sich die Beisetzungen auf Städtischen oder Kirchlichen Friedhöfen nicht mehr so extrem wie früher. Lediglich die Gebührenordnungen und Kosten variieren. Angehörige entscheiden sich erfahrungsgemäß für die Friedhöfe, die für die geringsten Kosten das größte Angebot haben. Viel Wert wird dabei auf die Ausgestaltung und die Möglichkeiten innerhalb einer Kappelle oder Trauerfeierhalle gelegt. Reglementiert eine Friedhofsverwaltung zum Beispiel das Aufstellen von individuellen Grabmalen und schreibt es diese sogar im Material und Ausmaß vor, ist diese Praxis heute nicht mehr als zeitgemäß und zukunftsorientiert zu bewerten.

 

Urnenbeisetzung in einem Kolumbarium